Kostenlose Stress-Sprechstunde
Sie haben eine fachliche Frage zum Thema Stress, Stressbewältigung oder Burnout? Ich beantworte sie Ihnen kostenlos und so schnell es mir möglich ist.
Mit der Absendung Ihrer Frage erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese (auch gekürzt) und die Antwort unter Angabe Ihres Vor- und Zunamens und des Wohnortes auf dieser Seite veröffentlich werden dürfen.
Für Fragen im Zusammenhang mit Ihrer Gesundheit oder persönlichen Lebensumständen nutzen Sie bitte meine Coaching- und Beratungsangebote.
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Fragen und Antworten zu Stress und Stressbewältigung
Ursula Wörner, Saarbrücken
Unterschied zwischen Stress und Burnout
Frage: Kann man Stress und Burnout unterscheiden? Wann hat man 'nur' Stress, wann schon Burnout? Oder kann man das gar nicht so genau entscheiden?
D.K.: Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen, dass Burnout das Finalstadium einer starken und lange anhaltenden Stress-Situation ist. Unser Körper verfügt über ein sogenanntes Adaptionssystem, das dazu dient, Anpassung und Ausgleich herzustellen. Wird dieses System überfordert, kann es zusammenbrechen. Wie schnell das geschieht, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Das Adaptionssystem bei Stress wird wissenschaftlich folgendermaßen beschrieben:
Phase 1: Alarmreaktion
Der bedrohte Organismus reagiert auf einen Stressor und bemüht sich kontinuierlich darum, den Ausgleich wieder herzustellen. Dauert die stressauslösende Situation unvermindert an, folgt die
Phase 2: Resistenz
In dieser Phase sieht es zunächst so aus, als wenn der Körper mit der Bewältigung der Situation zurecht kommen würde. Er scheint eine Resistenz gegen den Hauptstressor entwickelt zu haben. In Wahrheit jedoch wird er durch die in diesem Prozess gebundene Energie anfälliger für andere (unbedeutendere) Stressauslöser. Im Verlauf dieser Phase verschwinden die Symptome der ersten Phase. Dies ist jedoch eine trügerische Ruhe, sozusagen die Ruhe vor dem Sturm, denn sie wird durch gesteigerte Hormonausschüttungen verursacht. Gibt es auch in dieser Phase keine nennenswerte Entspannung, geht sie über in
Phase 3: Erschöpfung
Das Immunsystem und die Drüsen sind durch die permanente Überfunktion derart erschöpft, dass der Organismus sich nicht mehr an den Dauerstress anpassen kann. Je nach Locus minoris resistentiae, dem Ort des geringsten Widerstandes, bringt der Körper nun verschiedene Erkrankungen und Gemütsstörungen hervor, indem er anfängt, sich quasi selbst zu zerstören. Das Endstadium der dritten Phase ist im extremsten Fall der Tod.
Ich persönlich würde das, was gemeinhin als Burnout bezeichnet wird, bereits ab dem zweiten Teil der Phase zwei ansiedeln.
Die Fähigkeit eines Behandlers, einen Burnout rechtzeitig zu erkennen, hängt zum einen von seinen empathischen Qualitäten ab und zum anderen davon, ob er stressspezifisch ausgebildet ist.
Mehr darüber finden Sie in meinem Grundlagenwerk zum Thema Stress: Handbuch Stressbewältigung.
Evamarie Subhi, Bad Wörishofen
Kneipp und Stressbewältigung
Frage: Kennen Sie das Kneippsche Gesundheitskonzept und was halten Sie davon? Es ist hier sehr beliebt und wird auch bei Stressfolgekrankheiten und zur Entspannung sehr empfohlen.
D.K.: Das Kneippsche Konzept mit seinen Elementen Bewegung, Ernährung, Heilkräutern, Wasser und Lebensordnung halte ich für einen sehr umfassenden Ansatz zur Stärkung der Gesundheit. So weit mir bekannt ist, spielt die Stressbewältigung in diesem Konzept keine bedeutende Rolle. Hilfe bei Stressfolgeerkrankungen anzubieten ist eine wichtige Aufgabe. Viele Erkrankungen könnten jedoch vermieden werden, wenn der Fokus mehr auf eine nachhaltige Prävention mit wirksamen Stressbewältigungsprogrammen wie zum Beispiel der Stressbewältigung durch Achtsamkeit gerichtet würde.
Sabine Ullmann, München
Kompetente Hilfe finden
Frage: Ich habe Stressprobleme. Worauf sollte ich bei meiner Suche nach Hilfe achten?
D.K.: Meiden Sie alles, was Ihnen schnelle und einfache Lösungen verspricht. Eine effektive Stressbewältigung hat viel mit Selbsterkenntnis und mit der Änderung hinderlicher Verhaltensmuster zu tun. So etwas gelingt nicht von heute auf morgen. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Menschen überschätzen, was sie in kurzer Zeit erreichen können, aber dass sie völlig unterschätzen, was sie langfristig erreichen können.
Wenn Sie ein Coaching, einen Kurs oder ein Seminar buchen wollen, dann schauen Sie danach, dass der Ausführende das nicht nur als Nebenbei-Brötchenerwerb sondern hauptberuflich betreibt. Fragen Sie nach Qualifikationen - auch danach, wieviel Stunden diese umfasst haben - und nach der Berufserfahrung. (Die derzeit fundierteste Ausbildung im deutschsprachigen Raum ist die Stressbewältigungs- und Entspannungstherapie mit 520 Stunden.)
Wenn Sie das berücksichtigen, sind Sie bereits auf einem guten Weg.
Unterschied zwischen Stress und Burnout
Frage: Kann man Stress und Burnout unterscheiden? Wann hat man 'nur' Stress, wann schon Burnout? Oder kann man das gar nicht so genau entscheiden?
D.K.: Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen, dass Burnout das Finalstadium einer starken und lange anhaltenden Stress-Situation ist. Unser Körper verfügt über ein sogenanntes Adaptionssystem, das dazu dient, Anpassung und Ausgleich herzustellen. Wird dieses System überfordert, kann es zusammenbrechen. Wie schnell das geschieht, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Das Adaptionssystem bei Stress wird wissenschaftlich folgendermaßen beschrieben:
Phase 1: Alarmreaktion
Der bedrohte Organismus reagiert auf einen Stressor und bemüht sich kontinuierlich darum, den Ausgleich wieder herzustellen. Dauert die stressauslösende Situation unvermindert an, folgt die
Phase 2: Resistenz
In dieser Phase sieht es zunächst so aus, als wenn der Körper mit der Bewältigung der Situation zurecht kommen würde. Er scheint eine Resistenz gegen den Hauptstressor entwickelt zu haben. In Wahrheit jedoch wird er durch die in diesem Prozess gebundene Energie anfälliger für andere (unbedeutendere) Stressauslöser. Im Verlauf dieser Phase verschwinden die Symptome der ersten Phase. Dies ist jedoch eine trügerische Ruhe, sozusagen die Ruhe vor dem Sturm, denn sie wird durch gesteigerte Hormonausschüttungen verursacht. Gibt es auch in dieser Phase keine nennenswerte Entspannung, geht sie über in
Phase 3: Erschöpfung
Das Immunsystem und die Drüsen sind durch die permanente Überfunktion derart erschöpft, dass der Organismus sich nicht mehr an den Dauerstress anpassen kann. Je nach Locus minoris resistentiae, dem Ort des geringsten Widerstandes, bringt der Körper nun verschiedene Erkrankungen und Gemütsstörungen hervor, indem er anfängt, sich quasi selbst zu zerstören. Das Endstadium der dritten Phase ist im extremsten Fall der Tod.
Ich persönlich würde das, was gemeinhin als Burnout bezeichnet wird, bereits ab dem zweiten Teil der Phase zwei ansiedeln.
Die Fähigkeit eines Behandlers, einen Burnout rechtzeitig zu erkennen, hängt zum einen von seinen empathischen Qualitäten ab und zum anderen davon, ob er stressspezifisch ausgebildet ist.
Mehr darüber finden Sie in meinem Grundlagenwerk zum Thema Stress: Handbuch Stressbewältigung.
Evamarie Subhi, Bad Wörishofen
Kneipp und Stressbewältigung
Frage: Kennen Sie das Kneippsche Gesundheitskonzept und was halten Sie davon? Es ist hier sehr beliebt und wird auch bei Stressfolgekrankheiten und zur Entspannung sehr empfohlen.
D.K.: Das Kneippsche Konzept mit seinen Elementen Bewegung, Ernährung, Heilkräutern, Wasser und Lebensordnung halte ich für einen sehr umfassenden Ansatz zur Stärkung der Gesundheit. So weit mir bekannt ist, spielt die Stressbewältigung in diesem Konzept keine bedeutende Rolle. Hilfe bei Stressfolgeerkrankungen anzubieten ist eine wichtige Aufgabe. Viele Erkrankungen könnten jedoch vermieden werden, wenn der Fokus mehr auf eine nachhaltige Prävention mit wirksamen Stressbewältigungsprogrammen wie zum Beispiel der Stressbewältigung durch Achtsamkeit gerichtet würde.
Sabine Ullmann, München
Kompetente Hilfe finden
Frage: Ich habe Stressprobleme. Worauf sollte ich bei meiner Suche nach Hilfe achten?
D.K.: Meiden Sie alles, was Ihnen schnelle und einfache Lösungen verspricht. Eine effektive Stressbewältigung hat viel mit Selbsterkenntnis und mit der Änderung hinderlicher Verhaltensmuster zu tun. So etwas gelingt nicht von heute auf morgen. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Menschen überschätzen, was sie in kurzer Zeit erreichen können, aber dass sie völlig unterschätzen, was sie langfristig erreichen können.
Wenn Sie ein Coaching, einen Kurs oder ein Seminar buchen wollen, dann schauen Sie danach, dass der Ausführende das nicht nur als Nebenbei-Brötchenerwerb sondern hauptberuflich betreibt. Fragen Sie nach Qualifikationen - auch danach, wieviel Stunden diese umfasst haben - und nach der Berufserfahrung. (Die derzeit fundierteste Ausbildung im deutschsprachigen Raum ist die Stressbewältigungs- und Entspannungstherapie mit 520 Stunden.)
Wenn Sie das berücksichtigen, sind Sie bereits auf einem guten Weg.




